Parkhaus am Noor

Die Stadtwerke Eckernförde sind Betreiber des neuen Parkauses. Das Parkhaus am Noor ist das erste Bauwerk im Rahmen der geplanten Nooröffnung und wurde Ende Juni 2017 in Betrieb genommen.

 

Bereits im Jahr 2012 wurde in der Ratsversammlung das Projekt Nooröffnung beschlossen. Leitidee ist dabei, die Ostsee mit Strand, den Hafen und das Windebyer Noor als Binnensee wieder miteinander zu verbinden. Dadurch soll die einmalige Lage Eckernförders auf einer Halbinsel zwischen Ostsee und Noor erlebbar gemacht werden und die historische und landschaftliche Einbindung Eckernfördes wieder hergestellt werden.

Der Bau eines neuen Parkhauses wird notwendig, weil das bisherige sogenannte Aldi-Parkdeck im Zuge der Neugestaltung der Nooröffnung demontiert wird.

 

Für die Gestaltung der Fassade wurde im Jahr 2013 ein Fassadenwettbewerb ausgeschrieben. Fünf Architektenbüros, die Mehrzahl aus Eckernförde, haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Fachlich betreut wurden sie dabei von dem Kieler Architekten Dieter Richter. Die Jury, bestehend aus Bürgermeister Jörg Sibbel, Dietmar Steffens sowie den Architekten Laust Lorenzen, Klaus Petersen und Jörg Steinbrenner haben sich am Ende einstimmig für den Entwurf vom Büro Ax5 aus Kiel entschieden. Überzeugt wurden sie durch den Mix aus Fassadenkonzeption, Material, Transparenz und die Lichtverhältnisse. Sogenannte Angst- und Dunkelräume werden durch die lichtdurchlässige Stabkonstruktion aus verschiedenfarbigen Keramikstäben und einer gläsernen Front im Erdgeschoss vermieden.

 

Am 4. Mai 2016 wurde mit dem Spatenstich für das neue Parkhaus auch der Startschuss für das erste hochbauliche Projekt der Nooröffnung gegeben. Im Rahmen von Tiefbauarbeiten wurde Erdreich abgetragen, Schächte eingerichtet und Leitungen verlegt. Am Nachbarhaus Burgwall 3 wurde – auf Kosten der Stadtwerke Eckernförde und nach dem Abriss angrenzender, eigener Wohnhäuser – die Außenwand neu aufgemauert, der Dachabschluss erneuert sowie die Schmutzwasserleitung verlegt.

 

Am 16. November 2016 folgte dann die offizielle Grundsteinlegung auf dem Gelände des Parkhauses. Geschäftsführer Dietmar Steffens hat zusammen mit Bürgermeister Jörg Sibbel und Michael Zeidler (Bauleiter der Deutsche Industrie- und Parkhausbau GmbH), Tageszeitungen, ein Kundenmagazin und ein Stoff-Eichhörnchen in eine PVC-Rolle gelegt, die anschließend im Grundstein eingemauert wurde.

 

Entstanden ist ein modernes Parkhaus mit 177 Plätzen, verteilt auf sechs versetzte Parkdecks über drei Ebenen. Mit 2,60 m Breite sind die Stellplätze deutlich breiter als üblich. Die ausgewiesenen Plätze für Menschen mit Behinderung und Eltern-Kind-Parkplätze werden sogar noch größer.

Durch einen  Aufzug wird das Parkhaus barrierefrei. Zusätzlichen Service bieten zwei WC's. Die einzelnen Parkdecks können durch zwei Treppenhäuser erreicht werden. Diese haben jeweils gläserne Außenwände und sind dadurch hell und freundlich. Das gesamte Parkhaus wird lichtdurchflutet und zur Sicherheit kameraüberwacht.

Eine zweispurige Zufahrt mit Platz für vier PKW vor der Schranke soll einem Rückstau in die Noorstraße vorbeugen. Von der B76 kommend, gibt es eine Linksabbiegerspur zum Parkhaus. Eine von weitem gut sichtbare LED-Anzeige zeigt an, ob das Parkhaus belegt oder frei ist.

 

Das Thema Elektromobilität wurde auch berücksichtigt. Im Parkhaus befinden sich drei Ladesäulen mit insgesamt sechs

22 kW-Anschlüssen (AC).  Ebenfalls vorhanden ist eine Ladebox für E-Bikes mit drei Ladestationen.